Hedwig von Rothkirch und Panthen

Hedwig von Rothkirch und Panthen

* 24.07.1929
† 09.06.2011
Erstellt von OVB Heimatzeitungen

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Hedwig von Rothkirch und Panthen, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktoon, München

17.06.2011 um 15:17 Uhr von Gast
Um Partnerschaft mit Graulhet verdient gemacht Eine große Trauergemeinde nahm in der evangelischen Christuskirche in Prien Abschied von Baronesse Hedwig von Rothkirch und Panthen, die nach langer, schwerer Krankheit wenige Wochen vor ihrem 82. Geburtstag verstorben war. Von Rothkirch hatte vor fast 50 Jahren mit ihrem Vater, Baron Alphonse von Rothkirch, den Grundstein für die Freundschaft mit der südfranzösischen Stadt Graulhet gelegt und diese über Jahrzehnte maßgeblich geprägt. "Mit ihrem Tod ist unsere Marktgemeinde um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer geworden", würdigte Zweite Bürgermeisterin Renate Hof die Verstorbene auch im Namen des verhinderten Bürgermeisters Jürgen Seifert. Sie charakterisierte von Rothkirch als eine "Frau von herausragender Intelligenz, mit Humor, Güte, natürlichem Charme und von ganz besonderer Herzlichkeit und Offenheit". Das Spracheninstitut, das von Rothkirch über viele Jahre leitete, habe Prien das "Fenster zur Welt" geöffnet. Sie sei "Europäerin und Weltbürgerin" gewesen, sagte Hof. Sie habe die Städtepartnerschaft als "Motor" immer aus vollem Herzen unterstützt, gelebt und vorangetrieben. 2006 hatte ihr die Marktgemeinde für diese Verdienste die Partnerschaftsmedaille verliehen. Im Namen von Ute Becker, der amtierenden Präsidentin des "Internationalen Frreundschaftskreises", die nicht an der Trauerfeier teilnehmen konnte, würdigte Dr. Hans-Rainer Hannemann, Partnerschaftsreferent der Marktgemeinde, die Verdienste der Verstorbenen um diesen Verein, den von Rothkirch mit ihrem Vater vor über 45 Jahren aufgebaut hatte. "Freundschaft und Toleranz waren für sie höchste Werte. Ihr Streben nach Völkerverständigung war wortwörtlich zu nehmen", sagte Hannemann. In bewegenden Worten nahm auch Claude Bousquet, Präsident des Partnerschaftskomitees und Stadtrat von Graulhet, als Sprecher einer großen Delegation aus der Partnerstadt, die eigens angereist war, Abschied. Er erinnerte an die prägende Rolle der Verstorbenen bei der Entwicklung der Städtepartnerschaft. "Hedwig, die ,graulheteste' unter den Prienern, veritable Ehrenbürgerin unserer Stadt", hatte große Freude daran, die Festlichkeiten des 40. Jahrestags unserer Partnerschaft vorzubereiten. Leider kam die Krankheit dazwischen", sagte Bousquet. Im September dieses Jahres jährt sich die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zum 40. Mal. "Heute verbeugen wir uns im Namen des Bürgermeisters und des Stadtrats, von Graulhet, der Lehrer des Collège Louis Pasteur, derGesamtheit der Vereine und der Graulheter Bevölkerung vor dem Sarg unserer liebenHedwig. Du bist die Grande Dame gewesen, die möglich gemacht hat, dass unsere gemeinsame Geschichte eine formidable Freundschafts- und Liebensgeschichte wurde. Du warst unser Fackelträger, aber obwohl Du gestorben bist, wird die Fackel nicht verlöschen", versprach Bousquet. re